Computersucht

Mehr als die Vergangenheit
interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.
Albert Einstein

Bekenntnis eines Computersüchtigen

Ich war in der Computersucht versunken…

Mein persönlicher Leidensweg mit der Computersucht fing in der Schule an. Dort liegen die Wurzeln des Problems. In der Schule hatte ich kein Interesse bzw. sah keinen Sinn darin. Ich bin da gesessen, total passiv und habe lieber beim Fenster rausgeschaut, den Vögeln auf den Bäumen zu.

Zu dieser Zeit hatte ich auch die falschen Freunde. Die guten Freunde waren alle weg in anderen Schulen, da sie verschiedene Interessen hatten. Real Life Freunde hatte ich zu dieser Zeit nicht viele. Die Schule war totlangweilig und die Leute da gingen mir irgendwie alle ziemlich auf die Nerven. Ich bin halt hingegangen, weil man das ja so muss, sagt man, und ohne Abschluss kein guter Job usw. Blablabla… Ich habe mich halt hingeschleppt, die Mindestanwesenheitspflicht, habe halt gemacht, was man von mir wollte, also gerade so positive Noten geschrieben, dann halten eh alle die Klappe. Was ich denke, interessiert eh keinen … so bin ich lieber abgetaucht und habe mich voll und ganz dem PC hingegeben, zu dieser Zeit hat es angefangen mit der Online – Pokersucht, einer Art der Glücksspielsucht. Weiter ging es mit allem Möglichen.

Da es draußen ungemütlich war mit den falschen Freunden und die Schule teilweise totlangweilig war, habe ich halt am PC immer wieder was Neues und Spannendes entdeckt. Ich habe dann angefangen mit Online Browser Games. Das Spiel hieß Galaxy of Fantasy und ist im Grunde von der Struktur her ähnlich wie World of Warcraft aufgebaut mit der Community usw. Nur ohne jegliche Grafik. Online Browser Games sind zum Teil komplett Text basierend, es passiert alles im Kopf und in deinen Gedanken. Das war ein Spiel, sozusagen mir auf den Leib geschneidert. Gespielt habe ich dann auch noch Kriegsspiele, wie z.B. Counter Strike, Crysis usw., wie rund 95 % der Jungs das so machen. Auch Rennspiele und alles Mögliche sonst noch. Zudem habe ich viel und gerne mit Leuten aus aller Welt gechattet, was immer sehr interessant war. Ich bin aufgewacht und dachte mir: „Ja was brauchst du denn das doofe Leben da draußen? Du hast ja alles, was du brauchst, am PC verfügbar. Du kannst alles virtualisieren.“

Hier mein Tagesablauf als ich Galaxy of Fantasy süchtig war:

Morgens als erstes aus dem Bett und gleich den PC anschalten. Kurz weitere Gebäude bauen, schnell ein Kriegsschiff in Produktion geben, wieder ausloggen, schnell was essen und ab in die Schule. Auf dem Weg in die Schule schießen einem dann 1000 Gedanken durch den Kopf die um das Spiel drehen. In der Schule kann man sich nur schwer konzentrieren. Zuhause wieder am PC. Ein Teammeeting steht an. Thema ist Besprechung und Ausarbeitung eines Invasionsplanes um die Gegnerische Allianz auszuschalten. Es werden alle möglichen Szenarien durchgespielt, Berechnungen angestellt, und und und…  den ganzen Nachmittag lang.

Hat man schließlich den „Perfekten Plan“ und alle sind darauf abgestimmt ist es vielleicht 10 am Abend. Jetzt schnell ins Bett ein bisschen schlafen, schließlich geht’s um 3Uhr in der Früh los, denn da schläft der Gegner.

Jetzt ist es 3Uhr am Morgen. PC anschalten. Teamspeak anschalten. IRC anschalten. OK zum Glück sind alle online. Es kann losgehen. Die Flotten werden nach Plan gestartet. Einer aus der Allianz bleibt weiterhin wach, um den Radar im Auge zu behalten, der Rest legt sich wieder aufs Ohr.

Halb 6 in der Früh und das Handy klingelt. ALARM! Gegnerische Abwehrflotten ziehen sich zusammen! Unter Panik ist man sofort hell wach und der PC wird angeschaltet. Der Gegner hat auch einen Wachposten die ganze Nacht am Radar Schirm sitzen gehappt, verdammt. Aber jetzt nicht verzagen wir haben ja zum Glück verschiedene Szenarien und Pläne vorbereitet.

Jetzt ist es schon 7 Uhr. Verdammt ich muss in die Schule!  Ach ja… ein Test steht heute da auch noch an :-O

Man versinkt immer weiter in die Scheinwelt und das echte Leben wird mehr und mehr zum Störfaktor. Will man in so einem Spiel was reißen, befindet man sich fast zwangsläufig in der Computersucht.

Von den Gefahren wusste ich zu dieser Zeit rein gar nichts. Von den normalen Problemen wie Rauchen und Trinken nahm ich sowieso Abstand, also glaubte ich, ich bin gut unterwegs. Das Resultat war natürlich schlimm. Keine sozialen Kontakte im RL. Keinen Plan, was man machen will in der Zukunft. Die Schule zwar abgeschlossen mit Mindestanwesenheitspflicht und gerade so bestanden, aber keine Perspektive nach vorne. Dann stand ich da und wusste nicht, was machen. Ich habe dann den ersten Job angenommen, den es gab, ich wusste es ja nicht besser und fiel da dann natürlich ziemlich auf die Schnauze. Von heute auf morgen gab es da dann keine PC Games mehr, sondern nur noch harte Arbeit ohne Ende mit auch noch sehr vielen Leuten andauernd um mich herum. Als ich heimkam, tat ich nur noch eines: Ins dunkle Zimmer gehen mit Kopfweh und schlafen bis zum nächsten Tag. Das hielt ich natürlich nicht lange durch. Ich habe dann komplett verzweifelt gekündigt und war total am Boden.

An diesem Punkt habe ich gemerkt, dass ich ein Problem habe, dass mir viele Sachen fehlen und ich eine Perspektive brauche. Hier an diesem Punkt bin ich erst zur Selbsteinsicht gelangt. Dann habe ich mich drangesetzt, um diese Probleme Schritt für Schritt zu verbessern. Ich habe alles Mögliche gelesen, angeschaut, getestet und unternommen. Ich habe viele Gespräche geführt etc.

Vieles war vergebens, doch einiges hat mir geholfen…

Heute kann ich sagen, dass ich es hinbekommen habe. Ich habe genau das, was viele sich so wünschen. Ich habe einen Job, der zu mir und meiner Persönlichkeit passt, ich habe eine hübsche Freundin, ein hübsches Auto und ich wohne in einem Haus! Den richtigen Umgang mit dem PC und den neuen virtuellen Welten habe ich auf die harte Tour am eigenen Leib gelernt.

Heute möchte ich den Leuten helfen und sie unterstützen im richtigen Umgang mit Betroffenen Computersüchtigen. Ein Computersüchtiger lebt in seiner eigenen Welt und ist meistens nicht ansprechbar auf diese Thematik.

Bei mir lernen sie genau was in dem Kopf eines Computersüchtigen vor sich geht. So können sie ihm zum eigenständigen Nachdenken über seine Situation bringen, so dass er zur Selbsteinsicht gelangt und sein falsches Verhalten erkennt und etwas von sich heraus dagegen tun will.

Es ist nicht nötig so hart auf die Schnauze zu fallen wie ich es musste, um zur Selbsteinsicht zu kommen.

eBook

Lesen sie mein eBook: „Computersucht – Information und Aufklärung“ in dem ich ihnen zeige:

  • wie Menschen absichtlich in virtuellen Welten gebannt werden
  • welche geheime psychologische Fallen in virtuellen Welten eingebaut werden
  • die Wahrheit über die Computersucht und was das eigentlich ist
  • wer hauptsächlich von der Computersucht betroffen ist
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Liebe Grüße
Daniel Plaikner

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