Heilarbeit

Sich selbst zu lieben heißt im Grunde, das Leben zu lieben.
Indem wir andere glücklich machen,
machen wir uns selbst glücklich.
Das sollten wir unbedingt verstehen.
Matthieu Ricard

Nach Hippokrates war Heilung eine Folge des Wirkens der Naturkräfte und konnte erreicht werden, indem man die Lebenskräfte eines Menschen freisetzte. Die Aufgabe des Arztes war es, der Natur beim Heilungsprozess beizustehen.

Handauflegen und Heilen war in den verschiedenen Kulturen auch ein spirituelles Unterfangen. Heilung kommt von „heilig“ und ist verwandt mit heil sein, das gesund, ganz, wohl, bedeutet. Heilen war und ist somit ein Prozess zur Erlangung der Ganzheit, der heilen Beziehung des Menschen zu Gott.

Unter diesem spirituellen Aspekt, dass Gott der größte Heiler ist und dass die allumfassende bedingungslose Liebe die wahre Kraft ist, die hinter jeder Heilung steckt, bleibt unser Anteil sehr gering. Wir können uns nur als Mittler für die universelle Energie zur Verfügung stellen. Unser Wunsch, anderen Menschen Heilung zu bringen, ist es, der die Heilungsenergie durch uns und unsere Hände fließen lässt. Jeder Mensch ist dazu imstande, jederzeit und überall. Dazu braucht es keine Kurse, Techniken, Befugnis, Einweihung oder ähnliches. Natürlich wurden von Menschen unterschiedliche Techniken für Heilarbeit / Handauflegen entwickelt, in allen Kulturen gibt es die vielfältigsten Heilungsrituale.

Ich zitiere Horst Krohne, einen deutschen Heiler. Er schreibt:
„Heilen kann mittels sehr differenzierten Methoden geschehen, wobei nicht die Methode heilt, sondern die Kraft, die fließt.
Diese heilende, regulierende Kraft ist die Liebe. In sehr verschiedenen Bereichen wirkend, immer gebend, nie fordernd und nehmend, kann sie dort eindringen und ausgleichen, wo Fehlfunktionen bestehen.
Je mehr Liebe beim Gebenden vorhanden ist, umso stärker ist die Heilwirkung, die von ihm ausgeht.
Je mehr Liebe beim Empfangenden da ist, umso durchgreifender kann Heilung geschehen.“

Eine besondere Methode der neueren Zeit nehme ich in dieses Kapitel mit herein: es ist die Methode nach Erich Körbler.


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