Homöopathie

Ein sanfter Weg zur Gesundheit

Gott hat alles geschaffen was ist,
und alles was Gott geschaffen hat, ist gut.
Weisheit Salomons 1, 14

Wien, Türkenschanzpark

Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann begründete vor rund 200 Jahren die Homöopathie. Homöopathie setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern homoios = ähnlich und patheia = leiden zusammen, es bedeutet also Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen.  Um es anders zu sagen: das Grundprinzip der Homöopathie besteht darin, dass ein homöopathisches Mittel bei einer Erkrankung Hilfe und Heilung bringen kann, welche  die selben Symptome hat wie sie durch das gleiche Mittel bei einem gesunden Menschen ausgelöst würden.

Potenzierung

Homöopathie ist ein eigenständiges System von Diagnose und Therapie mittels homöopathischer Heilmittel (Tropfen, Globuli, Injeele), die durch die Zubereitung (Potenzierung) die Träger der immateriellen Heilenergie von Substanzen sind. Die verwendeten Substanzen sind entweder pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs. Diese Substanzen werden zuerst als Urtinktur hergestellt und dann durch ein spezielles Potenzierungsverfahren potenziert. Das bedeutet, die Urtinktur wird immer weiter verdünnt, dadurch geht die eventuelle Toxizität verloren, aber die Wirkung des Mittels wird mit jeder weiteren Potenzierungsstufe erhöht.

Generell gilt: in akuten Fällen ist es besser niedrige Potenzen zu wählen (bis D12), alle Hochpotenzen gehören grundsätzlich in ärztliche Hand. Je höher die Potenz, desto  weniger materielle Substanz enthält es und umso wirksamer ist das Mittel und es darf daher nicht zu oft eingenommen werden, manchmal genügt sogar eine Gabe pro Woche / Monat etc. Niedere Potenzen wirken mehr auf der körperlichen Ebene, Hochpotenzen wirken auf emotionaler, geistiger und seelischer Ebene.

„Große Homöopathie“

Homöopathie ist ein ganzheitliches Heilsystem für viele funktionelle Störungen und Erkrankungen. Man geht davon aus, dass auch immer die Persönlichkeit eines Menschen einbezogen werden muss, um das richtige Heilmittel zu finden (= große homöopathische Anamnese mit Wahl des Konstitutionsmittels). Dafür ist immer ein homöopathischer Arzt zu konsultieren der die chronischen Beschwerden  samt den dahinter liegenden Problemen behandelt. Die Konstitution eines Menschen wird von seinen Erbanlagen und sozialen Faktoren bestimmt und diese sind für die Wahl des richtigen Mittels zu berücksichtigen.

„Kleine Homöopathie“

Mittlerweile wird die „kleine“ Homöopathie in vielen Haushalten angewendet, dabei wird das homöopathische Heilmittel an Hand der Symptome eines Krankheitsbildes ausgewählt. Bei Husten entscheidet für die Wahl des richtigen Mittels ob der Husten trocken ist, schleimig, krampfartig, mit Kitzelreiz, während der Nacht auftritt und ähnliche Unterscheidungen mehr. Damit kann man vorallem akut auftretende Krankheitsbilder (leichte Infektionen, übermäßiges Essen, Erkältungen etc.) gut behandeln. Wenn sich nicht in relativ kurzer Zeit ein Erfolg einstellt (= nach rund 6 Gaben des Mittels), dann  braucht der Kranke ein anderes Mittel bzw. sollte ein Arzt konsultiert werden.

Im Buchhandel gibt es mittlerweile viele gute Bücher um das richtige homöopathische Mittel anhand von Symptomen einer Erkrankung zu finden.

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