Orig. Geschichten von Seelenverwandten 11-20

Diese Begegnung übertraf alle anderen (11)

Sehr geehrte Frau Wagner, es ist mir ein Bedürfnis diese Zeilen aufzuschreiben. Sie finden die richtigen Worte, für das was mir passiert ist und ob sie meinen Bericht veröffentlichen, überlasse ich natürlich Ihrer Auswahl. Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen
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Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen und hier eine Bestätigung für meine Vermutung gefunden. Vor mehr als einem Jahr lernte ich über eine Kontaktanzeige eine neue Liebe meines Lebens kennen. In einer Form, wie ich sie bisher nicht kannte. Eines Tages erhielt ich von meinem Internetprovider ein Mail mit dem Slogan „Möchten Sie sich verlieben“ und der Link führte zu einer Singleplattform. Ein sympathisches Foto bewog mich, selbst eine Anzeige aufzugeben und mein erstes Mail sandte ich dem sympathischen Mann auf dem Bild zu. Und hier zitiere ich Ihre Worte „Kaum jemand allerdings, der so eine Seelenbegegnung erleben muss (und ich sage ganz bewusst „muss“), würde sich das freiwillig noch einmal wünschen“. Alles was Sie in Ihrem Artikel geschrieben haben trifft zu. Ich muss dem aber noch hinzufügen, dass meine Beziehungen immer von großer Intensität und langer Dauer waren. Es scheint, als ob mir immer die Seelenkarte zugespielt wird. Aber diese übertraf alle. Hier waren zwei sehr ähnliche Charaktere zusammengetroffen und von Anfang an wollte ich mich aus einer Beziehung, die noch nicht einmal begonnen hatte, lösen. Vom ersten Augenblick an waren wir uns vertraut. Bei unserem ersten Treffen hatten wir beide das Gefühl wir möchten ewig miteinander sitzen bleiben und reden. Und trotzdem spürte ich, dass er Angst hatte. Ich bin sensibel und feinfühlig. Ich liebte diesen Mann aus ganzem Herzen. Er kam immer wieder, aber den Sprung schaffte er nicht. Er habe etwas so schönes noch nicht erlebt sagte er und ich wusste dass er fühlte.

Aber eine Schwingung wie diese kannte er nicht.

HAPPY END (12)

Erste Email bzw. erster Teil:

Liebe Ursula,

vielen Dank, ich habe meine Geschichte nochmal etwas umgeschrieben, neulich hatte ich sie schnell verfasst und nun fallen mir Dinge auf, die ich etwas verbessern konnte, ich bitte Dich, diese zu veröffentlichen,

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Happy End!

Als ich meine Dualseele traf, vor vielen Jahren gab es immer sehr undefinierbare Gefühle zwischen uns: Es war ein Mischung aus Furcht und Anziehung.

Eines Tages, viele Jahre später, begegnete ich ihm immer wieder und da waren wieder diese Gefühle in seinen Augen, welche ich nicht zuordnen konnte. Als wir uns dann unterhielten, ging das erste Gespräch die ganze Nacht hindurch, bis zum frühen morgen und mir war klar, ER IST ES, er fühlte sich an wie ein Bruder, wie Schwester, wie Vater wie eine Mutter, er war wie ich damals dachte vom gleichen Stern. Es war gigantisch, wie sehr wir harmonierten und uns einfach kannten, wir waren überwältigt von dieser Vertrautheit. Wir waren uns so ähnlich und dennoch sehr verschieden. Heute kann ich es Klar beschreiben, wir sind vom Wesen her gleich, Denken und Sprechen ähnlich und sind dennoch polar. Sein Duft und sein Klang waren mir so vertraut, ich fühlte mich vollkommen EINS mit ihm.

Dann kamen wir uns näher und küssten uns über acht Stunden, ununterbrochen, wir saugten uns gerade zu aus und konnten einfach nicht genug von einander bekommen, diese Energien, diese Leidenschaft, die uns berührte waren überirdisch und einfach nicht von dieser Welt. Wir küssten uns als hätten wir uns seit Jahrhunderten gesucht. Wir wollten einfach nicht damit aufhören. Dieses Verschmelzen der Energien war so bedingungslos und himmlisch. Dort habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gefühlt, das alles andere in diesem Leben nicht real war, das die wirkliche Realität mit den Augen und den Sinnen nicht erfassbar ist, das diese Realität nur mit dem HERZEN ermessbar ist.

Ich durfte zum ersten Mal die bedingungslose LIEBE nach der sich jeder Mensch so sehr sehnt fühlen. Als wir miteinander schliefen öffnete sich zum ersten Mal mein 3. Auge und ich sah wie Blockaden seinen Körper in Form von schwarzen Wesen, durch die Kraft der bedingungslosen LIEBE verließen, es war grandios und unerklärlich. Der ganze sexuelle Akt fühlte sich an wie ein Eintauchen in eine andere Welt. Ich fühlte mich dabei unendlich geliebt.

Zuvor hatte ich mich mit GOTT nicht weiter auseinander gesetzt, ich glaubte sehr wohl an ihn aber wollte die Lehren der Kirche einfach nicht akzeptieren. Ich wusste dass etwas anders geben musste. Und durch diese Erfahrung mit meiner Dualseele, wurde ich neugierig.

So begann mein spirituelles Erwachen.

Nun hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben göttliche und bedingungslose LIEBE erfahren und begann zu forschen. Dieser Mann, den ich so sehr liebte, war völlig überfordert mit diesen Kräften und distanzierte sich von mir, hin und wieder kam er zurück zu mir. Es war so dramatisch, er hatte Angst und fürchtete sich vor diesen Kräften und wusste überhaupt nicht damit umzugehen. Jedesmal wenn er aus meiner Haustür heraus ging, brach für mich eine Welt zusammen. Eines Tages kam mir der Begriff Seelenverwandtschaft in den Sinn, dessen Bedeutung mir absolut fremd war und so begann ich im Internet zu suchen, ich wollte unbedingt wissen was das war und stieß dann auf eine LIEBE-volle Frau aus Berlin, die LICHT&LIEBE unterrichtet. Ich besuchte ihre Seminare und lernte das LEBEN mit der LIEBE und arbeitete intensiv an mir SELBER.

Nun, der Wandlungsprozess war im vollen Gange, ich hatte sehr schlimme Sehnsucht, Schmerzen und erlebte geradezu seelische Qualen und wurde fast verrückt weil dieser Mann sich mir immer wieder entzog und man kann sagen, dass ich fast daran gestorben bin. Zu Zeiten wo wir sehr stark miteinander verbunden waren, fühlte ich wie wir miteinander verschmolzen, er war immer da, Tag und Nacht, so als sei sein Körper in meinem, ich dachte Tag und Nacht an ihn, keine Sekunde verging ohne nicht an ihn denken zu müssen, das war einfach zu viel, ich konnte das nicht abstellen, er war immer präsent, immer bei mir, immer in mir. Ich weinte sehr viel, denn so schön wie es auch war, aufgrund dessen, das es nicht abzustellen war, war es auch eine schwere Last, alles was ich zu dieser Zeit in meinem Leben tat, geschah immer mit ihm, er war in meinem Kopf in meinem Körper. Es war sehr qualvoll.

So lernte ich von der Neugierde angetrieben, vom Schmerz getragen, das arbeiten mit der bedingungslosen LIEBE und betete wann immer ich konnte, machte tausende Trennübungen und lebte nur noch in meiner Welt. Ich versuchte mich mit Ach und Krach von meinem Willen zu trennen, mein Ego unter Kontrolle zu bringen. Übte mich in GOTTVERTRAUEN und schwankte ständig zwischen Glauben und Wahnsinn hin und her. Dies war eine wunderschöne wenn auch schwierige spirituelle Entwicklung, ich las etliche Bücher und verbrachte sehr viel Zeit alleine zu Hause, suchte Stille und Einsamkeit und war steht es auf der Suche nach GOTTVATERMUTTER, bis ich ihn eines Tages fand, in meinem HERZEN, dort wo er bei Allen Lebewesen wohnt und von dort an wurde alles Einfacher. Mein Geist öffnete sich Stück für Stück und ich löste viele viele Blockaden und löse selbstverständlich heute noch. Diese Schmerzen, meine Kindheit, es herrschte absolutes Chaos. Doch mit der Lehre von LICHT & LIEBE ist alles möglich und so ging ich weiter, Schritt für Schritt.

Es vergingen etwa 3 Jahre, ich war bis dato der festen Überzeugung das er meine Dualseele ist, auch astrologisch stehen wir uns Gegenüber und sind absolut polar, so wie Yin Yang und doch sind wir Eins. Jedoch hat das im Laufe meiner spirituellen Entwicklung irgendwann an Bedeutung verloren, es hatten sich mittlerweile soviele Blockaden gelöst, Krankheiten und Süchte verschwanden und mein Verstand wurde immer klarer, ich lernte viel über Karma und Reinkarnation und somit verstand ich auch die Zusammenhänge und irgendwann war es mir dann Möglich Einfach Loszulassen, plötzlich war es tatsächlich sehr Einfach!

Mittlerweile ernähre ich mich vegetarisch und wie bereits gesagt, viele Süchte mussten weichen und mein Leben ist insgesamt einfach friedlicher, harmonischer und lebenswerter geworden, ich bin einfach Glücklich! Irgendwann verließ mich die Sehnsucht nach diesem Menschen, ich fühlte mich von GOTT geLIEBT und dies erfüllte allen Mangel in mir. Die Schmerzen verschwanden und nun ist es still geworden, in meiner Seele, in meinem HERZEN, ich habe meine Mitte gefunden und fühle LIEBE und HARMONIE. Heute fühle ich mich als hätte ich mich gefunden, man kann es auch beschreiben als Phönix aus der Asche.

Dieser wundervolle Mann, ich liebe ihn sehr, hat mich auf eine wundervolle Reise zu mir selbst und zu GOTT geführt und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Er hat in mir die Sehnsucht hervorgerufen und durch WAHRheit und LIEBE wurde diese Sehnsucht gestillt.

Nun, ich sehe ihn ab und zu und ehrlich gesagt, wenn ich ihn sehe habe ich noch leichtes Herzrasen aber ich denke auch das wird vergehen. Er ruft mich ab und zu an, ich erkenne, das dieser Prozess, den ich durchgemacht habe, parallel bei ihm auch abläuft, er hat es im Moment nicht so einfach aber ich denke dass er es schaffen wird und auch er spürt diese wundervolle LIEBE zwischen uns und wenn er mir in die Augen schaut, weiß ich das er mich von ganzem HERZEN liebt.

Es wird noch einige Zeit dauern bis er genügend Klarheit gefunden hat. Wenn wir telefonieren sage ich ihm er soll durchhalten, denn dieser Schmerz, dieser Kampf wird irgendwann vergehen und wenn er sich eines Tages entschieden hat, sich für das LICHT und die LIEBE entschieden hat, werden wir uns sicherlich wiedersehen. Mir ist klar geworden, im Leben geht es nur darum sich zu entscheiden, entweder man entscheidet sich mit ganzem HERZEN für GOTT oder aber man bleibt verhaftet in der Materie, in der Illusion im Weltlichen. Es geht auch nur darum, sich SELBER zu erkennen und zu LIEBEN, allen Menschen zu VERZEIHEN, Karma aufzulösen und endlich zu erkennen wer wir wirklich sind.

In dieser Begegnung habe ich bemerkt, dass ich mich zeitweise vollkommen aufgegeben habe. Als es mir klar wurde, hat es mich sehr geschmerzt, denn auch ich musste mich irgendwann entscheiden, will ich so weiter machen? Will ich ewig Schmerzen leiden und ewig trauern? Will ich aufstehen? Will ich GOTT VERTRAUEN oder will ich untergehen? Erst als diese Fragen beantwortet waren, war das LOSLASSEN ein Leichtes.

Ihr LIEBEN, ich wünsche Euch allen, das IHR das bestmögliche daraus macht, diese Begegnung als ein Geschenk anseht, das ihr es schafft den Schmerz und das Leid loszulassen, das ihr zu GOTT findet und ein Tages vollkommen FREI seid! Denn diese Begegnung ist im Grunde bereits das absolutes HAPPY END!!!!

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Zweite Email bzw. zweiter Teil:

Liebe Ursula,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ja, ich habe klar ERKANNT was der Sinn dieser Begegnung war und ist. Es geht einzig und Alleine um den Wachstum, den spirituellen, den geistig und seelischen.

Nun, ich hätte noch einen sehr großen Trost für Alle Betroffenen, ich denke, ab einem bestimmten Punkt, kommen die Seelenpartner/verwandten sich wieder näher. Ich durfte in den letzten Tagen und Woche mal ausführlicher von ihm erfahren wie es ihm geht und ich sehe das auch er seine Entwicklung macht, nur „hinkt“ er mir ein wenig hinterher aber auch er findet aus dem Dunkel heraus und begibt sich immer mehr in eine spirituelle Welt. Mittlerweile wie er mir erzählte sucht er schon Geistheiler auf, besucht regelmäßig ein Medium und entwickelt sich auch sonst sehr gut. Auch er hat viele seelische Schmerzen und kämpft sich durch. Er hat bei mir übernachtet und ich habe die Zeit genutzt neben ihm zu meditieren. Mir wurden wieder sehr viele Verbindungen zwischen uns klar, auch aus der Zeit in der wir uns nicht kannten. Zum Beispiel erzählte er mir neulich das sein Vater der schon seit vielen Jahren verstorben ist, einen Gehirntumor hatte. Da wurde mir klar, weshalb ich mit 17 bis 25 Jahren immer so furchtbare Angst vor einem Gehirntumor hatte und mir so oft eingebildet habe, eines Tages einen zu haben, Ja, ich habe seine Ängste parallel miterlebt, zumal wir uns physisch nicht kannten.

Ich habe auch erkannt, das er vermutlich gar nicht mein Seelenpartner ist, sondern lediglich ein sehr guter enger Seelenverwandter! Außerdem habe ich festgestellt, das man sich während der ganzen Zeit auch regelmäßig Energie gegenseitig absaugt hat. Ich hatte das Gefühl das er sich allzu oft bei mir aufgetankt hat und dann fröhlich seines Weges gegangen ist. Ich finde das, egal ob es sich nun um Seelenpartner oder Seelenverwandter handelt, man unbedingt Trennübungen machen sollte um sich mehr und intensiver auf sich selbst konzentrieren zu können. Bei solchen Übungen bleibt die bedingungslose LIEBE bestehen, nur die ungesunden Bindungen werden gelöst. In all den vielen Tagen, Stunden und Sekunden an denen man stets an ein und die selbe Person denkt, übermittelt man unglaublich viel Kraft und Energie, jedoch ist das nicht wirklich gesund und führt irgendwann dazu das man körperlich immer schwächer wird, außerdem schafft es neues Karma und beruht nicht auf der bedingungslosen LIEBE.

Es gab Zeiten, da habe ich es wie einen Virus empfunden, den man einfach nicht mehr Los wird. Als wir dann wieder Kontakt hatten und ich nach ein paar Tagen gespürt habe, das die alte Sehnsucht wieder in mir aufkam, ich nicht mehr schlafen und auch nicht mehr Essen konnte, habe ich den Kontakt sofort wieder abgebrochen. Es geht nämlich Hier auch um die SELBSTLIEBE und ich LIEBE MICH sehr und möchte auf gar keinen Fall wieder solche Schmerzen leiden. Wenn GOTT WILL sehen wir uns wieder aber JETZT ist es nicht der richtige Zeitpunkt wie so oft.

Es ist dennoch ein riesen großen Geschenk GOTTES, solch eine Begegnung machen zu dürfen und wenn der Sinn der dahinter steckt erstmal ans LICHT kommt, ist man nur noch DANKBAR.

Was meiner Meinung nach solche Schmerzen hervor ruft ist die Tatsache, dass man mit seinen Urängsten und tiefsten seelischen und geistigen Blockaden konfrontiert wird und auch das daraus resultierende wachsen schmerzt unwahrscheinlich. Es ist als schaue man in einen Spiegel und stehe plötzlich nackt dort, die nackte WAHRHEIT sozusagen……

Ich wünsche Allen viel LICHT & LIEBE und sehr viel GEDULD!

Der Weg nach Hause (13)
Oder: Die Begegnung mit mir selbst

Bei unserer 1. kurzen Begegnung vor 18 Jahren (ich war damals 25 Jahre alt) passierte etwas Grundlegendes IN mir. Es ist nichts gewesen und doch irgendwie alles. Wir haben uns einfach nur völlig erstaunt angesehen. Ab diesem Zeitpunkt WUSSTE ich, dass ich nicht „allein“ bin, es nie war und niemals sein werde. Es war anders, nicht die „übliche Verliebtheit“ oder romantische Illusion. Mit diesem Fakt und der damit zusammen-hängenden Intensität der Gefühle konnte ich überhaupt nicht umgehen, verdrängte es sofort massiv und baute mich mit anderen Sachen zu, so gut es eben ging. Heute weiß ich, dass ich damals massiv überfordert war. Ich konnte mir nicht erklären, was das ist, was da vor sich geht. Es machte mir Angst.

Danach haben wir uns über viele Jahre nur ein paar kurze Male immer nur zufällig gesehen, dabei war immer ein tiefes selbstverständliches Verstehen und eine große Nähe und Vertrautheit zu spüren. Er fühlte sich wohl mit mir und ich in seiner Anwesenheit. Wir haben beide ein jeweils anderes Leben gelebt, auch in verschiedenen Städten. Doch wenn es mir schlecht ging in dieser Zeit, kam mir sofort H. in den Sinn und mir ging es schlagartig besser. Allein der Gedanke an das Existieren dieses Menschenwesens – exakt zu dieser Zeit auf dieser Erde – tröstete mich und hob meine Einsamkeit auf. (In späterer Zeit haben wir einmal darüber gesprochen – ihm ging es genauso! Keiner konnte sich erklären, warum das so passiert, jeder hat es aber dankbar angenommen.)

Vor fünf Jahren zog ich wieder nach L. In die Stadt, in der auch H. lebt. Eines Abends in einem Pub, spürte ich einen durchdringenden intensiven Blick. Ich sah auf und blickte in sein Gesicht. Was ich da wahrnahm, entriss mir die Luft zum Atmen… Da stand dieser Mann und hat mich mit solch einer tiefen Liebe angesehen – das hatte irgendwie etwas „unmenschliches“… Ich fühlte mich wie von einem Energieball getroffen, ließ mein Glas fallen und war wie paralysiert. Als hätte er direkt in meinen innersten Kern gesehen!! Es tat auch irgendwie weh – ich kann das schwer beschreiben. Auch unsere unmittelbare Umgebung hat diesen Vorgang wahrgenommen, es war fast materiell im Raum. Das hat mich fassungslos gemacht. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Er war auch ziemlich irritiert und überfordert mit der Situation. Wir wussten beide nicht wirklich, wie wir mit dieser gewaltigen Intensität umgehen sollten. Darauf kann man einfach nicht vorbereitet sein.

Nach einiger Zeit nahm dann alles seinen Lauf. Wir spürten beide eine ganz starke Faszination und hohe Anziehungskraft und gleichzeitig eine Art von Liebe, die auch irgendwie Angst machte. Trotzdem er in einer festen Beziehung war kamen wir uns so nah, wie ich es noch nie mit einem Menschen erlebt hatte. Wir konnten beide nichts dagegen tun, es ging einfach nicht. Es fühlte sich alles richtig und gut an. Als wäre alles wieder in eine wirkliche Ordnung gebracht. Wir spürten beide eine grundlegende Polarität bei gleichzeitiger Kräfteparität. Weder vorher noch nachher habe ich eine derartige Glücksseeligkeit empfunden.

Selbst unsere Gespräche waren anders, als sonst Gespräche mit Menschen sind. Sie waren klarer, wahrhaftiger, tiefer und mit etwas versehen, das ich nicht in Worte bringen kann. Wir konnten auch hervorragend und mit Leichtigkeit nonverbal kommunizieren. Auch über Entfernungen, das ist heute noch so (damit meine ich nicht Telepathie).

Er konnte und wollte sich nicht von seiner langjährigen Freundin trennen, sie wurde gerade in dieser Zeit schwanger. Das ist jetzt fast 4 Jahre her. Außerdem sagte er mir, dass er mit dieser Gefühlsintensität völlig überfordert sei und sich in irgendeiner Weise auch völlig hilflos fühlt. Ich musste den Kontakt dann abbrechen und beenden, weil es für mich nicht zum Aushalten war. Es hat mir das Herz aus dem Leib gerissen, auch er hat geweint. Es war die Hölle für mich.

Von meinem heutigen „Wissensstand“ aus, halte ich das für die einzig mögliche und richtige Entscheidung. Damals jedoch brach für mich meine ganze bisherige Welt zusammen. Ich war bis in die Grundfesten meines Wesens erschüttert. Der körperliche und seelische Schmerz ist unbeschreibbar. Eine unlöschbare brennende Sehnsucht hat mich in eine abgrundtiefe Verzweiflung gestürzt. Unvorstellbar, dass ein Mensch so viele Tränen hat…

Inzwischen glaube ich, dass mein bisheriges ich an dieser Stelle wirklich „gestorben“ ist. Was mich hat weiterleben lassen, ist das immerwährende tiefe Gefühl der Liebe gewesen. Es hat mich gleichzeitig mit einer großen Kraft erfüllt. Ich konnte mir das alles nicht erklären. Habe mich dann instinktiv entschlossen, alles an Gefühl zuzulassen, was da in mir hochkam. Das war eine ganz schöne „Explosion“ – als wären plötzlich alle Türen in mir aufgegangen, selbst die letzte Falltür im tiefsten Keller. Habe dann alles rational auseinandergebaut und wieder zusammengefügt, weil ich verstehen wollte, verstehen musste – was in mir passiert.

In diesem Prozess bin ich bis heute. Dabei gab es Zeiten, da schwankte ich, ob ich nun verrückt bin oder nicht. Heute ist mir klar, dass H. meine Dualseele sein muss. Er hat mit seinem Sein in einer Wucht und Massivität, bei gleichzeitiger Sanftmütigkeit mein gesamtes bisheriges System zum Wanken gebracht. Mein Unterstes hat sich nach oben gekehrt und umgedreht. Trotz meiner immerwährenden Sehnsucht nach einem Zusammensein mit diesem Menschenwesen und der Trauer über das Getrenntsein, bin ich sehr dankbar für diese einzigartige Erfahrung. Es ist schwer und manchmal kaum auszuhalten, doch es lohnt sich. Ich kann nur jeden ermutigen, sich auf dieses „Abenteuer“ einzulassen. Danach ist man nicht mehr derselbe Mensch, ganz sicher.

Fazit: Meine komplette Sicht auf alle Dinge hat sich seither geändert. Mein Verhalten ist, ohne es zu wollen, toleranter und großmütiger geworden. Schuld und diffuse Angst haben sich aus meinem Leben verabschiedet. Optimismus und Selbstvertrauen machen sich breit. Meine Gedanken sind fast ausschließlich positiv. Irgendwie habe ich das Gefühl „heller“ zu sein – meine Ausstrahlung hat sich unmerklich verändert. Mein „Blick“ für das Große und Ganze schärft sich und hebt sich über die alltägliche Optik hinaus. Mein bisheriges Wertesystem hat sich umgebaut. Die Gewichtung dessen, was mir wirklich wichtig ist, hat sich verändert. Seit zwei Jahren gestalte ich selbstverantwortlich, bewusst und aktiv mein Leben. Erfülle mir die Träume, von denen ich dachte, sie sind unerfüllbar für mich. Dabei gehe ich sehr entschieden vor, was ich mir davor nie gestattet habe. Das großartige Gefühl dieser allumfassenden, tiefen und selbstlosen Liebe erstreckt sich ja auch auf mich und lässt mich immer selbstsicherer werden. Jegliche „Fremdbestimmung“ fällt nach und nach von mir ab.

Eine „Wahrheit“ die sich meinem logisch denkenden Verstand entzieht, macht sich immer mehr in mir breit. Es ist ein Wissen ohne zu wissen. Das wiederum gibt mir ein gewisses Urvertrauen und einen nicht mehr versiegenden Kreativitätsschub. Selbst meine Träume sind andere geworden. Ich kommuniziere sozusagen mit mir selbst. Will damit sagen, dass es für mich wieder einen Zugang gibt zu dem, was uns „nährt“. Auch vorher war mir klar, dass Liebe das Sinnvollste in diesem Leben ist. Doch jetzt weiß ich, dass Liebe das einzig Mögliche ist. Das, woher wir kommen – das, wohin wir gehen werden. Und ein Zustand, in dem wir uns auch in diesem Leben befinden sollten und tatsächlich können. Und das ist an keinerlei Bedingungen gebunden. Es ist jedem möglich.

Was mit H. und mir in diesem Leben noch passiert, kann niemand wissen. Wir sehen uns nur selten – ganz kurz, sporadisch und zufällig. Das ist jedes Mal wie ein Energieschub für mich. Sofort ist eine große selbstverständliche Vertrautheit da. Gleichzeitig auch große Ratlosigkeit und Unsicherheit, wie wir denn nun miteinander umgehen könnten und sollten. Instinktiv sorge ich aus der „Ferne“ dafür, dass es ihm mental möglichst gut geht. Ich spüre fast körperlich, wenn er meine seelische Unterstützung braucht.
Ebenso umgekehrt. Das ist ein ungewohntes und ganz wunderbares Gefühl.

Solange er hier auf dieser Welt ist, ist alles gut. Unvorstellbar für mich, ohne ihn auf dieser Erde sein zu müssen. Auch wenn wir derzeit nicht oder auch nie zusammen leben können, brauchen wir uns doch, um uns innerlich entwickeln zu können. Brauchen die gegenseitige nichtmaterielle Unterstützung. Für mich trifft das jedenfalls zu, auch für ihn, denke ich. Große Dankbarkeit empfinde ich allem gegenüber.

In meinem letzten Brief (vor 2 Jahren) an H. schrieb ich:
…und da hatte ich noch keine Ahnung von Dualseelen und dergleichen…
Ich kann und werde nichts von dir verlangen. Du kannst es mir gar nicht geben. Und doch: begegnen wir uns, ist immer alles irgendwie klar. Wir gehören auf eine ganz natürliche Weise zueinander. Anfangs traute ich dem nicht recht – jetzt gibt es keinen Zweifel mehr.
Was sich damit anfangen lässt, weiß ich auch nicht wirklich. Das bleibt auszutesten. Vielleicht ist es dir irgendwann möglich, über all die Dinge, die dich gefangen halten, zu sprechen, ich würde es mir für dich wünschen. Vielleicht aber auch nicht. Das liegt nicht in meinen Händen.
Man kann niemanden „retten“. Das muss leider jeder selbst tun. So ist das Gesetz dieses Lebens. Doch kann ich dich lieben. Weil ich gar nicht anders kann. Ich kann mich dir nicht verschließen, du bist ein Teil von mir, in mir. Tief in meiner Seele habe ich schon lange eine Entscheidung getroffen. Das hat nichts mit Alltag oder Umständen zu tun.
Meine Liebe wird dich tragen – was auch immer du tust. So war es immer und so wird es immer sein.

Für alle: Es kostet großen Mut und bedeutet immer auch ein großes Risiko, sich so einer Erfahrung zu stellen. Man kann nie wissen, ob man es schafft, damit umzugehen und in die richtige Richtung aufzubrechen… Doch lohnt sich diese Mühe. Ganz sicher.
Allen einen dicken Powerstern, gefüllt mit unendlicher Liebe und Kraft.

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Noch eine Hinzufügung einer Email, die ich einige Tage später bekam:

Liebe Ursula,

lieben Dank für deine schnelle Antwort. Damit habe ich gar nicht gerechnet, freue mich darüber umso mehr.

Sicher gab es so etwas schon immer, zu allen Zeiten. Ob es jetzt verstärkt auftritt, kann ich nicht sagen. Sonst gäbe es mit Sicherheit keine Beispiele von, wie auch immer gearteten, religiösen Erfahrungen (unabhängig von irgendwelchen Konfessionen…). Denn eine solche ist auch „DAS“, mit Sicherheit: Eine religiöse Erfahrung! Vielleicht sind an der Feststellung der „Häufung“ ja auch die neuen schnellen Kommunikationswege beteiligt…

Wie auch immer man es nennen will – das Ergebnis ist doch immer wieder das gleiche. Nur erschwert es die ganze Sache, wenn diese „Mann – Frau“ Geschichte dazu kommt. Dann lässt es sich irgendwie schwerer unterscheiden. Ich habe auch vorher schon die Erfahrung großer Liebe gemacht – war glücklich und unglücklich damit, wie jeder Mensch. Auch die Erfahrung von „Seelenverwandtschaft“ mit anderen Menschen, ob Frau oder Mann. Doch das war noch anders.

Trotzdem weiß man es, weil es sich anders anfühlt. Es ist gewaltiger, grundlegender – bis in die letzte Konsequenz. Für mich gibt es da nur ein ganz großes Staunen… was der Mensch alles aushalten kann!! Damit hätte ich nie gerechnet. Es stimmt schon irgendwie – mit der “ normalen“ Menschenliebe hat es nur bedingt zu tun. Und man verändert sich komplett – zwangsläufig. Es kann keiner mehr danach so sein wie vorher, das ist unmöglich!! Das soll bei Weitem keine Glorifizierung sein, es ist eine ganz rationale Feststellung, komplett ohne Wertung.

Ich kann in meinem Fall schon behaupten, dass ich mit diesem „Ansturm“ fast nicht fertig geworden wäre. Da wir ja kaum mit Vorbildern oder Beispielen dessen groß werden, ist es wohl für jeden eine absolut NEUE und einzigartige Erfahrung. Die richtig gerichtete Bewältigung bedingt schon eine große Seelenstärke. Zumal wir kaum Hilfe erwarten können von der „normalen“ Umgebung. Deshalb deckeln das auch viele Menschen, selbst wenn sie es erkennen. Das ist eine ganz normale, und ich denke auch, richtige Reaktion.

Erst wenn man sich dem gewachsen fühlt, wird man sich stellen – ganz klar. Und das passiert immer unbewusst. Bewusst würde sich niemand darauf einlassen, glaube ich. Deshalb haut vermutlich ein Teil auch immer auf irgendeine Art ab. Wenn beide nicht exakt an der gleichen Entwicklungsstelle stehen, gibt es kein Einlassen. Kann es gar nicht. Das ist alles zu irritierend.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich einem „Wahn“ verfallen bin oder sonstige Störungen meiner Persönlichkeit auslebe… Heute weiß ich es besser. Doch lange Zeit eben nicht!! Damit muss man sich eben zusätzlich noch herumplagen. Denn es gibt kaum Ansprechpartner oder Verstehende. Doch bei all diesem Hadern mit mir und der Welt, bei diesen höchsten Glücks- und Einheitsgefühlen, der abgrundtiefen Verzweiflung, habe ich verschiedene, für mich äußerst wichtige, Dinge lernen dürfen:

Demut, Geduld, Toleranz und Verstehen eines jeden Wesens gegenüber, gepaart mit einer inneren Sicherheit, mit einem ungeahnten Wissen um die Zusammenhänge – das möchte ich keinesfalls und niemals mehr missen! Letztendlich ist es ein großes Geschenk.
Dafür bin ich wirklich sehr dankbar!! Immer und immer wieder.

Es ist so wunderschön mit diesem Gefühl der Liebe zu leben. Einen größeren Gefallen kann man sich selber eigentlich gar nicht tun. Es fängt an, richtig Spaß zu machen. Und es öffnen sich von ganz allein Türen, die man immer zu geglaubt hat. Es passiert „von ganz allein“. Das hat die Begegnung mit diesem Menschen einfach in mir ausgelöst. Gehen musste und muss ich den Weg schon allein – doch er war der berühmte Stein im stillen See… So sehe ich es heute. Das weiß er auch und ich habe ihm gedankt dafür. Ähnliches bin ich wohl auch für ihn.

Trotzdem ist da immer noch diese große Traurigkeit und diese tiefe Sehnsucht. Das genau ist der Punkt, an dem ich immer noch ’strande‘. Wie ich das geregelt bekomme wird sich zeigen.
Schaun wir mal, doch ich bin guten Mutes.

Alles Liebe dir – großen Dank für deine website, zwischen all diesen „wirren“ Beiträgen im Netz ist sie doch eine echte „Erholung“ und Hilfe. Damit konnte ich wirklich etwas anfangen. Also: großes LOB!!

Einen wunderbaren Abendgruß ins schöne Wien

Der wahre Geburtstag (14)

Nun, an manchen Tagen ist es schier unerklärlich, weshalb ich ihn noch vermisse. seit einigen Jahren habe ich meine innere Wahrheit gefunden. durch das tiefe Tal der devatio, des Ganges durch die Wüste, der Einsamkeit, obwohl neben mir das Leben Trubel brachte. Mir war damals, als ob ich die Dunkelheit spüre, obwohl Licht strahlte. Es war der Weg nach innen. gefunden habe ich einen unsagbaren Schatz. Es ist Gott Vater, das Wissen um eine tiefe Sinnhaftigkeit in allem.

Ich arbeite als Ergotherapeutin in eigener Praxis. mein größter Wunsch war damals, Heilpraktikerin zu werden. Also meldete ich mich umgehend in der Paracelsusschule an. Bisher verliefen berufliche Herausforderungen für mich problemlos. ohne Anstrengungen, mit Liebe zum Wissen gelangen mir Prüfungen. doch meine HP-Prüfung im letzten Jahr brachte eine Erkenntnis, dass unser Weg vorher bestimmt ist. Ich bin gescheitert, hatte keine Chance. Es war unreal. Im nachhinein bin ich dankbar für diese Lektion. es ist unerheblich WAS wir sind, du kannst Liebe überall weitergeben. und darum geht es doch.

Der Weg durch die Dunkelheit nach innen hat weh getan.
Kennst du es auch?
Doch als Wissen den Glauben bestärkte, ich von innen her ruhiger, liebevoller wurde, kam das Strahlen zurück.
Es macht demütig und dankbar, die wahren Gesetze zu spüren.

Meinem Seelengefährten verdanke ich, dass ich diesen Weg gefunden habe. Doch er war nicht mein Lehrer. es musste ein Weg ohne ihn sein, denn Wissen erlangte ich nur durch Erfahrungen. anfangs noch viele leidvolle Erfahrungen.

Es fehlt etwas in meinem Leben. ich lerne ohne dieses „etwas“ zu leben. Nein, ich lerne, dass dieses nur in mir sein kann. Wir sind vollkommen, wissen es nicht. Wir haben uns zu sehr vom wahren Wissen entfernt.

Der Tag, als ich meine Seele zum ersten Mal spürte, ist mein wahrer Geburtstag. Stell dir vor, ich war damals schon 39 Jahre.

„SELBST ERLEBT“ (15)

Hallo, mir hat der Text und die Berichte auf Ihrer Seite sehr gefallen, hier mein Erlebtes, kurz und knapp beschrieben:

Wie durch Zufall, obwohl ich nicht an Zufälle glaube, denn alles was uns widerfährt, ist uns vorbestimmt, bin ich auf diese Internetseite gestoßen und es hat mir auf eine gewisse Art und Weise bestätigt, was ich schon lange gespürt und gewusst habe, ich habe einen Seelenverwandten.

All diese Gefühle und Emotionen, wie sie von vielen in diesem Forum beschrieben wurden, habe ich so empfunden. Der einzige Unterschied, ich kenne meinen Seelenverwandten schon sehr lange, seit meinem 7. Lebensjahr. Wir verloren uns immer mal aus den Augen und dann kreuzten sich unsere Wege wieder. Mit 15 Jahren war er meine Jugendliebe, ich lernte dann mit 17 meinen späteren Mann kennen und er 5 Jahre später seine Frau.

Das komische an diesen Begegnungen mit ihm, es wurde mir mit 20 Jahren vorausgesagt (aus der Hand gelesen), dass ich in einer Beziehung lebe, jedoch ein Mann nebenher läuft, wir uns aber viele Jahre aus den Augen verlieren, unsere Wege sich jedoch wieder kreuzen werden und ich mich scheiden lasse. (Genau so ist es auch eingetroffen, nach fast 18 Jahren).

Wie gesagt, wir hatten ab und zu Kontakt, er rief mal an und kam auch mal zu Besuch. Das komische daran, kurz bevor er sich meldete, hatte ich immer so ein komisches Gefühl im Bauch und die Gedanken an ihn wurden intensiver, so als ob ich es voraussehen konnte. Viele Jahre zogen ins Land, ich dachte nur noch selten an ihn und dann plötzlich im Februar 2002 träumte ich nachts folgendes von ihm: Wie durch Zufall trafen wir uns und er erzählte mir, dass ihn seine Frau wegen eines anderen Mannes verlassen hätte und er ziemlich unglücklich ist.

Früh als ich aufwachte, erschien mir der Traum so real und dann wiederum sagte ich mir, wieso träumst du nach so langer Zeit wieder von ihm. Dieser Traum ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf, so als ob ich geahnt hätte, dass er mein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Ein halbes Jahr später bekomme ich abends einen Anruf und er war dran und erzählte mir die Geschichte, die ich ja eigentlich schon kannte. So fing mein „Leidensweg“ an.

Er schrieb mir sehr viel und ganz liebe Dinge und so nach und nach erwachte wieder dieses Gefühl für ihn in mir und je mehr ich ihm davon preisgab und so mehr zog er sich plötzlich wieder von mir zurück. Ich hatte das Gefühl, er spielt mit mir. Wie gesagt ich tat Dinge, die ich vorher nie getan hätte und ich glaubte mit jedem Tun, ich verliere mehr und mehr ein Stück meines Selbstwertgefühls. Ich konnte spüren, wenn er an mich denkt und lag immer richtig, entweder rief er an oder schickte eine SMS.

Wie gesagt es ging hin und her und das nun fast 5 Jahre. Mal ging es von ihm aus, mal von mir um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Ich hatte stellenweise diese innere Unruhe und Rastlosigkeit in mir, dass ich mich ihm ganz oft meist schriftlich mitteilen musste. Wir haben aber auch stundenlang telefoniert. Er hat mir mal gesagt, dass er mit mir über Dinge reden kann, die er mit keiner anderen Frau besprechen könnte und er räumte sogar ein, vielleicht sind wir ja seelenverwandt.

Ich habe noch nie so stark für einen Menschen empfunden, wie für ihn und ich habe noch nie so stark diesen Wunsch gehabt, nämlich den, mit ihm zusammen zu sein und ihn bedingungslos zu lieben. Aber er hat leider nicht die gleichen Gefühle für mich wie ich für ihn, ich wäre nur eine Freundin oder wie eine Schwester für ihn (mit dem Unterschied, dass man mit Freunden und Geschwistern nicht schläft, oder?). Er hat jetzt wieder eine neue Frau, von der er glaubt, dass sie ihn „hinbiegen“ könne und er will den Kontakt mit mir nicht abbrechen. Ich jedoch kann damit im Moment überhaupt nicht umgehen und will keinerlei Kontakt mehr zu ihm. Er hat sich bisher noch drei Mal gemeldet (und jedes Mal habe ich vorher von ihm geträumt) ich habe jedoch nicht darauf reagiert, obwohl ich irgendwie spüre, es ist noch nicht vorbei. Ich habe über diese Begegnungen in meinem Leben mit meiner Seelenverwandtschaft ein Buch geschrieben und für mich war es eine Art Therapie, um all das Erlebte aufzuarbeiten und zu begreifen. Mich hat diese Geschichte total aus der Bahn geworfen und ich war in einem tiefen schwarzen Loch und hatte Angst nicht mehr raus zu kommen, das war nicht mehr ich und ich musste etwas tun, um wieder zu mir selbst zu finden.

Das Forum hat mir bewusst gemacht, dass es allen so ergangen ist und es vielleicht meine Bestimmung ist, nicht in diesem Leben mit ihm glücklich zu sein.

Eine interessierte Leserin

„Ein Tipp“ (16)

In Bezug auf den schwierigen Umgang mit dem Zwilling, habe ich dir/euch etwas zu sagen. Es könnte für unter Umständen endlich Erlösung vom Trennungsschmerz bedeuten, unter dem ja so viele leiden… Ich sah vor kurzem in einer Sendung ein Medium. Die Dame gibt unter anderem Tipps, wie man mit dem Verlust von geliebten Tieren umgeht. In der Sendung ließ sie eine Betroffene den Teil ihrer Seele fühlen, der sich nach dem Tierchen verzehrte und leitete sie an, diesen Teil von sich zu dem Tier zu schicken. Sie meinte, es würde der eigenen Seele nicht schaden „sie bleibt ja mit allen Teilen verbunden“ – die Seele wäre ja größer als viele vermuteten…

Was soll ich sagen! Zum Thema sich nach jemandem verzehren (tot oder lebendig) können wir ja ein Liedchen singen….. ich versuchte diese Praktik auf unser Problem anzuwenden. Ich fühlte mich in den Teil in mir hinein, der nie Ruhe gibt und immer wieder innerlich in die Richtung meines Zwillings will (mal mehr und mal weniger). Nun, ich stellte mir vor, wie ich diesen Teil meiner Seele zu ihm schicke und all die Sehnsucht mit im Gepäck (sowie ganz viel Liebe dazu). Ob ihr es nun glaubt oder nicht: ich hatte augenblicklich und seit seeeehr langer Zeit zum ersten Mal das Gefühl nicht „verbannt von zu Hause“ zu sein! Und der Schmerz und diese unstillbare Sehnsucht sind scheinbar weg (es fühlt sich jetzt so friedlich an). Endlich habe ich mal den Abstand, um mich wieder voll auf andere Dinge konzentrieren zu können, ohne dass mich dieser Teil in mir blockiert. Ich habe keine Erklärung warum und wie das möglich ist, aber die Methode hat mir bei meinem Zwillingsproblem geholfen. Da es erst ein paar Tage her ist, kann ich nicht sagen, ob der Zustand dauerhaft anhält, aber im Moment geht’s mir richtig gut! Ich weiß zu wenig über solche Dinge, um euch zu raten das gleiche zu probieren (hoffe, da gibst keine Risiken was falsch zu machen), aber ich wollte euch unbedingt eine Möglichkeit aufzeigen.

Möglicherweise kann man diese Methode erst anwenden, wenn der erste große Schmerz, der ja alles durchdringt, nachgelassen hat und man quasi die „Stelle“ in sich besser „lokalisieren“ kann?! Keine Ahnung! Wenn es aber auch bei Euch funktionieren sollte, dann sagt es weiter – damit auch anderen geholfen werden kann….! Ich würd mich freuen, wenn ihr mir ein Feedback geben könntet wie es bei euch funktioniert hat, falls ihr es ausprobieren solltet!

P.s. die Verbindung wird immer eine ganz besondere sein und ich möchte sie deswegen auch nie ganz kappen, aber im Moment hab ich das Gefühl, dass ich nicht mehr von der Sehnsucht kontrolliert werden, sondern selbst entscheide, ob und wann ich Kontakt haben möchte oder nicht….

Ganz liebe Grüße

***

2. Email:

danke für die Antwort! Ich bin wie gesagt, nicht sicher ob ich das wirklich empfehlen soll, was ich geschrieben hatte – auch wenn es noch immer funktioniert! Manch einer brauch vielleicht diesen Schmerz! Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr wie im Exil fühle – das gibt mir die Möglichkeit, freier zu entscheiden und es mir nicht mehr so zu Herzen gehen zu lassen, wenn ich mal länger nichts höre – wie du scheint’s auch!!! Das machen die“ Zwillinge“ scheinbar alle mit Vorliebe – uns am langem Arm verhungern zu lassen (obwohl ich noch nicht mal unterstellen will, dass es bös gemeint ist – vielleicht ist es einfach, weil sie nicht mit der Situation umgehen können?!).

Er ist mein Bruder (17)

Liebe Ursula,

ich habe vor einigen Wochen deine Internetseite über Dual-Seelenbegegnungen entdeckt und es hat mir irgendwie sehr geholfen. Besonders deine Vermutung, WARUM sich diese Begegnungen in dieser Zeit so häufen. Ich habe lange Zeit gedacht, ich würde verrückt und müsse mich abwenden von dieser Energie, was ich zum Glück nicht getan habe. Ich schrieb einen Text, der mir noch immer hilft, wenn ich zweifle an all dem, was da geschieht. Vielleicht hilft er auch Anderen!

***

Du bist mein Bruder. du bist mein Bruder im Licht Oft wurde mir das gesagt. Immer wieder bezweifle ich es. fordere Beweise. Fortschritt. Erkenntnis. und doch bleibt übrig: du bist mein Bruder. du gehörst zu mir. Nach allen Kämpfen, allen Depressionen, allen Wutausbrüchen ist es, wie es war. Deine Augen sehen mich an, deine Ruhe besänftigt meine Seele. dein Engel ist auch meiner. Ich kenne dich gut. du gibst mir Kraft, du gibst mir Halt. den Teil in mir, der dies weiß, kann ich oft nicht annehmen. Ich denke an Psychosen. doch mit dem ersten Blick in deine Augen war all das klar. Du wirst mir bleiben. nichts wird dich je wieder auslöschen aus meinem Leben. Auch nicht dein Tod. Ich hatte dich verloren und habe dich wiedergefunden. wo auch immer du bist: ich werde spüren, dass es dich gibt.

Ich danke der Kraft, die dies ermöglicht hat. Ich weiß, dass kein Zufall der Welt so etwas herbeiführen kann. Ich höre auf, zu zweifeln. Ich bitte darum, den Weg weitergehen zu dürfen, ohne Angst, ohne Scham. auch du kennst mich. Auch du kannst meine Kraft spüren. Ich habe für dich soviel, wie du für mich. Ich kenne dich. Ich helfe dir. Ich segne dich!

***

Ich finde deine Vermutung, dass all das mit dem Bewusstseinswandel der Menschheit zu tun hat, sehr sehr passend. Solch eine Seelenbegegnung setzt einen Prozess in Gang, der für mein Empfinden das Herz vollkommen öffnet. Sowohl für Liebe als auch für Schmerz. Ich habe das Gefühl, dass dieser Prozess eine Heilung ist, eine Heilung von dem Gefühl des Getrenntseins. Von meiner Seele, von dem „Großen Ganzen“, von anderen Menschen. Für mich fühlte es sich so an – uns zwar von einem Moment auf den anderen, nur durch diesen Augen-Blick – als zeigte man mir den Weg nach Hause. Auch wenn es schwierig ist. Dieses Gefühl blieb, dass mich diese gewaltige Sehnsucht dahin führt, wo ich hin will. Und hin soll.

Bitte nehmt Kontakt zu mir auf (18)

Habe heute deine/eure Seite gefunden. Es tut gut zu wissen, dass es viele Menschen gibt, die ähnliches erlebt haben.

Leider ist es wirklich für mich eine schmerzliche Erfahrung und immer noch ganz frisch. Habe mit meiner Psychologin über dieses Phänomen gesprochen. Woher auch immer sie ihre Erkenntnisse nahm, vielleicht beschäftigt sie sich ja auch mit diesen Dingen, sie hatte in ihren Behauptungen Recht. Ich fühle was er fühlt und ich sehe seine Dinge, muss mich zusammenreißen, dass ich nicht wahnsinnig werde. Es tut so weh. Wir lernten uns vor vier Jahren im Internet kennen. Ich sah sein Bild auf einer Singleseite. Es war ein wundervolles, sehr aussagekräftiges Bild. Er war eigentlich kaum darauf zu erkennen, aber dieses Foto…. Wahnsinn!!! Dann las ich den Text und ich wusste, diesen Mann muss ich kennen lernen.

Ich fühle die gleiche Energie wie damals, wenn ich an dieses Foto denke. Wir beide erkannten uns als Seelengefährten. Er sagte mir, dass er beruflich nach Ägypten muss und irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl. Einige Tage später rief er mich an, er hatte einen Unfall in Ägypten. Ich kann es nicht erklären und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann, denn in mir waren immer wieder Zweifel an dem was ich dachte und fühlte. Einerseits spürte ich, dass da etwas nicht in Ordnung war, andererseits dachte ich, er lügt, er ist nicht in Ägypten. Diese Zweifel habe ich immer offen angesprochen und dadurch gab es immer wieder Streit.

In den vier Jahren hatten wir immer nur in gewissen Abständen Kontakt, weil jedesmal etwas vorgefallen ist, was einen von uns tief erschütterte. Dieses Auf und Ab, wie du es beschreibst. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Schmerz gefühlt und ich habe schon einiges mitgemacht.

Was ganz seltsam war, eigentlich dachte ich, der Kontakt wäre beendet, doch nach zwei Jahren rief er plötzlich an. Ich sah die Nummer im Display, hatte an ihn natürlich gar nicht mehr gedacht. Wählte also den Rückruf und ein Anrufbeantworter sprang an. Ein seltsames Gefühl durchzog mich, als ich seine Stimme hörte. Unsagbar schön! Ich sprach auf den A B und bat um Rückruf. Sagte, dass seine Nummer auf meinem Display war. Legte auf. Wie in Trance nahm ich nochmal den Hörer und rief ihn an. Ich sprach: “ Was ich ihnen noch sagen wollte, sie haben eine sehr schöne Stimme.“ Ich legte auf und fasste mich an den Kopf. Was war das denn? Bin ich jetzt total bekloppt? Wer weiß wer das ist. Mein Gott, sowas hatte ich noch nie gemacht. Er rief kurz darauf an und wir unterhielten uns. Im Laufe des Gesprächs dämmerte es. Wir hatten uns wieder, wir die beiden Liebenden!!!

Wieder brach der Kontakt für ne Weile ab, dieses Mal nicht ganz so lange. Irgendwann schrieb ich ihm ne Mail, einfach so mit den Worten: Wie geht’s? Es kam eine ganz verblüffende Antwort zurück. Heute ist mein Geburtstag, mein Gott Intuition? Ich war sauer und antwortete:“ Nö Zufall“. Hatte er sich doch wieder über Wochen nicht gemeldet.

Viel Zeit ging ins Land, ich wusste nicht viel über ihn, nicht mal seinen richtigen Namen. Und gesehen, nö gesehen hatten wir uns erst recht noch nicht. Es verging wieder einige Zeit. Irgendwann sagte er mir seinen Namen und heute verstehe ich, warum er so lange gezögert hat. Vor zwei Monaten lag er im Krankenhaus. Ich wusste nur, dass er zum CT musste. Es war ein Donnerstag. Ich hörte Freitag nichts, Samstag nichts und Sonntag kam eine Nachricht von seinem Freund. Zuvor hatte ich ihm eine Mail geschickt. Ich schrieb ihm meinen Traum. Exakt in der Nacht, ich glaube es war von Freitag auf Samstag, sah ich ihn in meinen Bildern. Er lag da, in einem abgedunkelten Raum, ganz alleine. Ich beugte mich über ihn und küsste ihn. Er regte sich nicht. Ich spürte, es ging ihm ganz schlecht. Ich küsste seine Augen, nahm seine Hand und kuschelte mich an ihn. Er lag wie leblos da und doch, er lebte!

Am Sonntag dann, bekam ich eine Mail von seinem Freund. Er schrieb mir, dass er am Kopf operiert worden sei und im Koma liegt. Alles war also wahr und doch begann ich wieder zu zweifeln. Wieder schrieb ich ihm meine Zweifel, mit brutaler Härte schrieb ich:“ Kalle, Michael oder wie auch immer du heißt, wer bist du? Schreibst du mir jetzt schon als dein Freund? Willst du mich wieder abschütteln? Mir klar machen wie krank du bist, damit du wieder nen Grund hast, dich ewig nicht zu melden?“ Wieder dieser Schmerz. Mein Gott, es kann doch nicht sein, dass jedes Mal etwas passiert, wenn wir uns näher kommen. Alles war so schön, unsagbar tiefe Sehnsucht beiderseits, unsagbar tiefe Gespräche, Mails usw.

Er hat mir immer wieder verziehen. Er sagte, ich weiß wie du bist und wer du bist und ich kann damit umgehen. Bitte, bitte sag mir, woher kommen diese Zweifel? Ich kann sie nicht abschalten. Wir tun uns immer wieder weh! Ich kann damit nicht mehr leben. Hoch, runter, hoch, runter! Was geht da vor sich? Will mich in eine Tagesklinik einweisen lassen und weiß jetzt, durch eure Seite, dass ich wohl nichts an diesem Zustand ändern kann. Warum sind diese Gefühle immer wieder so stark da, immer wieder stürze ich ab. Monate nichts und dann wieder so mächtig.

Vor drei Wochen nun, haben wir uns das erste Mal gesehen. Es war alles sehr liebevoll. Wir hatten auch Sex, aber es ging von mir aus. Anschließend hat er sich total zurückgezogen, hat alle Gefühle geleugnet. Alles Schöne verdrängt und abgestritten. Ich weiß, dass er ein großes Problem hat. Er liebt seine Frau, die vor über zwanzig Jahren gestorben ist immer noch. Auch sie war seine Seelengefährtin. Was soll ich bloß tun????

Nachtrag:
ich war so erschlagen von den neuen Ereignissen, dass ich nicht bemerkte, dass in einigen Mails dein Name angegeben war. Bitte entschuldige. Ich möchte meiner vorangegangenen Mail noch hinzufügen, dass ich allen ganz viel Kraft wünsche. Es ist kein Leichtes, was wir da zu tragen haben und wie ich feststellen konnte, haben wir alle erst eine gewisse Reife erlangen müssen um so empfinden zu können. Ich habe schon immer geahnt, dass nur solche Menschen diese Wahrnehmungen haben können, die ein schweres Leben hatten. Jetzt ist es mir bewusst. Bitte antworte mir. Vielleicht gibt es ja ein Forum, auf dem sich all diese Menschen treffen können. Ich würde mich freuen. Ansonsten möchte ich dich bitten, meine E- Mailadresse dem Brief anzuhängen, ich möchte unbedingt Kontakt zu einigen Menschen finden um mich auszutauschen. Das ist der blanke Wahnsinn, was wir erleben.

Ganz lieben Gruß

nofretete39@gmx.de

Oh mein Gott, jetzt bist du endlich da (19)

Liebe Frau Wagner!

Ich fand ihre Internetseite über Seelenverwandte in einer Zeit, in der ich glaubte verrückt zu werden. Ich lernte einen Mann kennen, der in mir Gefühle freilegte, die ich in dieser Form nicht kannte, obwohl ich schon einige, auch intensive Beziehungen hinter mir habe.

In ihrer Beschreibung über Seelenverbindung fand ich mich wieder und war einigermaßen beruhigt, dass ich noch „normal“ bin.

Als ich diesen Mann das erste Mal in die Augen sah, haute es mich sprichwörtlich um. Der Mann wurde mir während eines Essens in einer großen Runde vorgestellt. Ich sah ihn an und mir rannen die Tränen über die Wangen und ich hörte mich sagten: Oh mein Gott, jetzt bist du endlich da. Ich spürte eine so derartige Liebe und Freude ihn „wieder“ zu treffen, die unbeschreiblich war.

Als er mich zum Abschied kurz in die Arme nahm  hatte ich das Gefühl, ich bin bei mir angekommen. Ich habe einen Teil gefunden. Danach sah ich ihn ein Jahr lang nicht und es gab kaum einen Tag, an dem ich nicht an ihn dachte. Dann traf ich ihn und es war dasselbe vertraute Gefühl obwohl mir normalerweise sein Auftreten und seine Lebensart überhaupt nicht zusagte und er überhaupt nicht in mein „Männerschema“ passte. Es war auch eine enorme körperliche Anziehung dabei und ich wollte ihn nur umarmen und berühren. Auch meine Reaktionen waren in bestimmten Situationen unerklärlich und ich hatte das Gefühl, völlig die Kontrolle über mich verloren zu haben. Ich schlief kaum mehr und konnte an nichts mehr anderes als an ihn denken. Das war für mich natürlich extrem anstrengend und ich musste es verbergen, ich bin eigentlich glücklich verheiratet und hatte vorher weder  einen Seitensprung, noch nicht mal einen Gedanken an einen anderen Mann gehabt. Aber das schlechte Gewissen blieb zu meiner größten Überraschung völlig aus, weil mir klar war, ich kann nicht anders als diesen Mann lieben.

Wir beließen es einige Monate bei sehr innigen SMS-Kontakten aber bei unserem ersten Treffen fielen wir regelrecht übereinander her. Danach kam wieder diese unglaubliche Sehnsucht. Auch er versicherte mir immer wieder ich seine ewige Liebe, die ihm von Gott geschickt wurde.

Er schrieb mir, ich sei sein geliebtes, göttliches Geheimnis. Das ich verheiratet war, wurde von beiden nicht angesprochen – wir wollten uns einfach in Freiheit lieben ohne Bedingungen und Erwartungen. Wir trafen uns noch ein paar Mal, wobei ich immer das Gefühl hatte, dass er nach unseren Treffen wieder Angst vor diesen tiefen Gefühlen bekam. Da er beruflich viel unterwegs war, waren die Abstände zwischen unseren Treffen immer einige Monate. Dann meldete er sich auf einmal drei Wochen nicht mehr. Er antworte auch auf meine SMS nicht und ich glaubte, mein Herz zerspringe vor lauter Schmerz. Ich konnte kaum meinen Alltag bewältigen, geschweige denn meine Arbeit ordentlich erledigen. Als ich ihm dann schrieb, dass ich ihn jetzt loslassen werde, kam in der nächsten Sekunde eine Antwort und wir machten wieder gleich weiter. Da ich energetisch arbeite, war es mir vorerst nicht fremd, dass ich ihn körperlich so stark spüren konnte. Fremd war mir allerdings, dass das oft ohne Vorankündigung völlig überraschend auftrat. Plötzlich bekam ich so starke Herzschmerzen, dass ich meine momentane Tätigkeit unterbrechen musste und ich wusste, ihm geht es nicht gut. Ich spürte ihn oft so heftig und konnte nichts dagegen tun. Es passierte einfach. Er schob die Treffen immer mehr hinaus und auf meine Frage antwortete er, dass er etwas spüren konnte, dass ihm direkt Angst machte. Nach unserem letzten Treffen hatte er körperlich und seelisch eine Krise die er nicht kommentierte, die ich aber umso mehr spüren konnte. Ich begann mich mit Loslassen zu beschäftigen, denn mir ging es sehr schlecht, wenn er sich nicht, oder nur äußerst kurz meldete. Ich wollte ihm gerne helfen, aber er blockte ab, indem er mir immer, wenn ich ihm den Vorschlag machte, zu ihm zu kommen, keine Antwort darauf gab. Die letzte SMS, die ich von ihm erhielt, lautete: „Ich liebe dich, mein Schatz!“ Seitdem sind einige Monate vergangen und ich habe erfahren, dass er mittlerweile eine Freundin hat. Das hat den gesamten Schmerz noch mal aufkommen lassen, den ich auch körperlich spüre. Ich habe so starke Herzschmerzen, dass ich mir oft Sorgen mache.  Ich weiß aber, er wird immer in mir bleiben, egal was passiert auch wenn ich mir oft, wenn mich der Schmerz fast überwältigt, wünsche, er möge aus mir verschwinden. Wenn dann Zweifel kommen, dann lese ich mir oft ihre Internetseite durch und ich bin mir wieder sicher, dass es sich um meine Seelenliebe handelt.

Noch schmerzt der Gedanke, nie wieder was von ihm zu hören so sehr, dass ich es fast nicht aushalte. Noch kann ich den Sinn dieser Verbindung, die ich durchleben „musste“ nicht ganz erfassen, aber irgendwann werde ich daran wachsen und mein Schmerz wird sich umwandeln, denn so eine Liebe hat einen tiefen Sinn. Ich weiß auch, dass diese Verbindung von Gott hergestellt wurde. Ich muss nur zuerst das Menschliche durchleben, dann werde ich das Göttliche darin erkennen….

PS. Das letzte das ich ihm schreiben „musste“ war ein Gedicht, das ich fand als ich „zufällig“ ein Buch aufschlug:

Ich ließ meinen Engel lange nicht los
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein und ich wurde groß,
und auf einmal war ich das Erbarmen
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seine Himmel gegeben
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand.
Er lernte das Schweben, ich lernte das Leben
und wir haben langsam einander erkannt
Rainer Maria Rilke

Diese Begegnung hat mich irgendwie wieder zum Leben erweckt (20)

Hallo Frau Wagner,

ich möchte hier nun meine Geschichte erzählen nachdem ich gerade ihren Bericht gelesen hatte und dieser mich total bewegt hatte, weil ich jetzt sicher bin, meinen Seelenverwandten gefunden zu haben!

Vor 3 Monaten war ich schon für einige Zeit in einer Reha als eines Tages im Speisesaal ein Mann an mir vorbei lief, der ein seltsames Gefühl in mir auslöste…natürlich war es klar, dass man sich öfters begegnen würde zumal er wie ich ebenfalls Raucher war, so saßen wir die ersten Tage zusammen in der Raucherinsel ohne ein Wort miteinander zu wechseln – nur mit diesen seltsamen Gefühl. Mittlerweile hatte ich auch erfahren wie alt er ist, wo er wohnt und dass er eine Frau und zwei Kinder hat und diese Nachricht hat meinem Herzen so einen Stich versetzt, dass ich selbst total verwundert darüber war. Nach einer Woche kamen wir so langsam ins Gespräch und schon als er mir schilderte warum er hier war und langsam anfing aus seiner Vergangenheit zu erzählen, überkam mich das Gefühl als würde er von mir erzählen. Das war unglaublich, wir merkten sofort, dass wir uns so ähnlich sind, dass es schon fast beängstigend war. Wir hatten die gleichen Interessen, unsere Vergangenheit verlief fast identisch und selbst unsere Charaktereigenschaften und unser Wesen allgemein war verblüffend ähnlich, um nicht zu sagen gleich… und als ob das nicht schon seltsam genug für uns beide gewesen wäre, war es bei mir der Fall dass ich ihn spüren konnte wenn er unmittelbar in der Nähe war ohne ihn zu sehen. Auch hatten wir beide seit wir uns kennen, wir nannten es dann Hippeligkeit, was ein Gefühl beschreibt was sich nicht beschreiben lässt … so eine tiefe Aufregung wie eine Welle die durch den Brustraum fährt , aber das mehrmals manchmal über Stunden hinweg. Ich weiß, dass er dieses Gefühl bei mir auslöst, aber er hält es für eine Nebenwirkung von Tabletten.

Nun ja, so lernten wir uns Tag für Tag besser kennen obwohl wir das Gefühl hatten uns schon ewig zu kennen… wir haben an den Blicken sofort erkannt wie es dem anderen geht, wir verbrachten jede freie Minute miteinander und war der andere mal nicht da, hatten wir das Gefühl, es fehlt etwas. Irgendwie war mein Leben dadurch gelähmt, ich wartete nur darauf ihn wiederzusehen. Alles andere war mir eher egal, meine Gedanken waren nur noch bei ihm, ohne ihn in meiner Nähe fühlte ich mich wirklich schlecht… unsere Beziehung wurde immer intensiver und hatte ihren Höhepunkt an einem Abend ein paar Tage vor meiner Abreise als er mich in den Arm nahm. Dieses Gefühl – was es bei mir und auch beim ihm auslöste, war unbeschreiblich. Da waren Gefühle von tiefster Geborgenheit, Sicherheit und Vertrautheit, wie wir es beide noch nie erlebt hatten und so geschah es, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben in jemandes Arme einschlief, denn das konnte ich vorher nie!!!

Die letzten Tage die ich noch da war, waren der Horror für uns. Wir hatten beide große Angst uns zu verlieren. Wir haben uns geschworen, dass wir niemals den Kontakt abbrechen würden. Und der Tag an meiner Abreise war soo unendlich schmerzhaft. Wir hielten uns stundenlang im Arm und haben geweint – so eine Art von Schmerz hatte ich nie zuvor erlebt.

So kam es auch, dass ich einen Tag nachdem ich wieder zuhause war, mit einem  Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus kam. Es war einfach zu viel an Gefühlen denen ich ausgeliefert war… zumal ich mich auch noch in ihn verliebt hatte, zu mindestens hielt ich es für Liebe, denn dieses Gefühl kannte ich einfach vorher noch nicht.

Nun ja, die ersten vier Wochen die er noch in der Reha war ,telefonierten wir täglich und sogar am Telefon konnten wir spüren wie es dem anderen wirklich geht. Es konnte uns auch noch so schlecht gehen, sobald wir die Stimme des anderen hörten, stellte sich ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit ein… wir wussten genau, mit dem anderen an der Seite würden wir alles erreichen können.

Wir redeten oft über uns, weil wir beide nicht verstanden, was es ist was uns so sehr verbindet. Wir wussten nur, dass es etwas ist was alles andere in den Schatten stellt. Nun leider ist es für Außenstehende nicht zu verstehen und seiner Frau machte unsere Bindung wohl so sehr Angst dass sie mal wieder anfing ihm zu misstrauen und das obwohl ich im Leben keinen Menschen getroffen hatte, der so ehrlich war. Er würde sie niemals hintergehen, aber ihr Misstrauen war stärker als ihr Vertrauen… zu dem kriselte es schon länger zwischen den beiden. Und sie machte ihm das Leben zur Hölle.

Und weil seine Frau um den Einfluss wusste den sie auf ihren Mann hat… kam es genau zudem, wovor wir die meiste Angst hatten. Sie zwang ihn dazu, dass er den Kontakt mit mir abbricht. So erhielt ich vor einem Monat eine email von ihm von der ich wusste, dass sie nichts Gutes bedeutet bevor ich sie las.

Da stand drin, dass seine Frau total am Rad dreht und ihm jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt hatte und er um des Friedens willens erstmals Kontaktsperre halten will bis sie sich beruhigt hätte.

Ich musste das natürlich akzeptieren und deswegen haben wir jetzt keinen Kontakt mehr, habe auch nichts mehr von ihm gehört.

Nur ist da seit zwei Wochen dieses Gefühl… was mich wieder zu dieser Hippeligkeit führt und mich ständig an ihm denken lässt. Und dann noch diese Ahnung, dass es ihm nicht gut geht!

Zurückblickend kann ich sagen, dass mir diese Begegnung viel gebracht hatte, sie hat mich sehr verändert… hat mich irgendwie wieder zum Leben erweckt. Und trotzdem wir sehr starke Gefühle wahrgenommen hatten und es oft schmerzhaft war… muss ich sagen, dass ich mich jetzt ohne ihn zwar gefühlsmäßig besser fühle, das heißt, dass es nicht mehr so extrem ist, aber ich fühle mich auch um einiges leerer, ich habe das Gefühl als hätte man mir die Hälfte nach der ich ewig gesucht hatte, wieder entrissen!! Wir sind mit Sicherheit Seelenverwandte, aber wir waren auch der Mensch, der den anderen als Einzigster verstehen konnte und somit der beste Gesprächspartner, Tröster, Freizeitbegleiter und innere Ruhe-Fnder war. Ich finde es schlimmer ohne ihn!!!!!

Dies ist meine Geschichte und ich hoffe, dass ich jemand da draußen etwas helfen konnte!

Weitere Geschichten von Seelenverwandten

3 Antworten

  1. lili
    lili
    20. Oktober 2015 at 18:20 | | Antworten

    Ich hoere hier immer etwas von Schmerz und Trennung und dem Lernen,ohne seinen Zwilling zu sein. Ich habe mehrere Seelenverwandte,in den letzten 25 Jahren kennengelernt,u.a.meine grosse und einzige Liebe. – Es handelt sich bei sogn. Dualseelen nicht,um Menschen,mit denen wir leiden sollen und dessen Liebe unerfuellt bleiben soll,weil wir lernen sollen alleine zurechtzukommen…Nein,ganz im Gegenteil! – Wieso sollen wir denn Menschen kennenlernrm,die wir abgoettisch lieben und diese uns,um die Erfahrung zu machen,dass wir stark genug sein koennen,auf diese Liebe zu verzichten. Mir riet dazu eine esoterische Heiltherapeutin. Ich war naiv und war gerade,durch eine Gewalttat sehr gedemuetigt worden und glaubte dieser Frau,leider. – Beide,mein Seelencerwandter und ich,erfuhren dadurch unglaubliches Leid,anstatt mir die Wahrheit zu sagen,musste ich zehn Jahre meine Reinkarnationstraeume interpretieren und Stueck um Stueck zusammenfuegen,um herauszufinden,dass ich ihn,der mein geliebter Mann war (und zwar in nagezu allen Erdenleben)verlassen hatte,durch einen tragischen Unfall,weil ich eine erlittene Vefgewaltigung,eines anderen nicht ertragen konnte und ihn dies nicht getraute zu sagen. In der damaligen Zeit 1927ca.in Italien,Venedig,wurde man noch sehr verurteilt. Ich war nicht ganz 20 und schwanger,vermutlich von meinem Mann,aber ich wollte kein Kind,denn ich war selbst noch eins und ich fuehlte mich schwanger,ein zweites Mal,vom Schicksal vergewaltigt. Mein Mann war damals ca.40,also doppelt so alt wie ich. – Zurueck in die Zukunft. Wir beide erkannten uns sofort wieder. Ich konnte aber nicht zu ihm und ihm sagen,dass ich das Gefuehl haette mit ihm verheiratet zu sein und dass ich ihn,ueber alle Maße lieben wuerde. Wir fsnden nur sehr muehselig naeher,denn wir waren beide schuechtern. Es ging um echte Liebe. Ich sah in den Spiegel und sah ihn. Das ist auch heute noch so. Als ich ihn sah,dachte ich mich selbst zu sehen und war sehr verwirrt,gleichzeitig dachte ich: da bist du endlich wieder! Wo warst du nur so lange,doch wir waren voellig fremd…Nie mehr erlebte ich einen aehnlichen Augenblick. Dieser Mann war und ist magisch,unglaublich fazinierend. – Irgendwann ergriff er die Innitiative und versuchte mich zu kuessen. Ich erschrak und wich leider zurueck,was er als Ablehnung verstand. – Kurze Zeit spaeter ging er,fuer ein Jahr nach Australien. Wir hatten zunaechst schriftlichen Kontakt,dich der brach ab,weil bei mir sehr viel passierte (Herzop.,eine Gewalttat,die mein Leben voellig aus den Fugen warf und diese Hellseherin,die sagte,ich sollte mich fernhalten. Es waere einfach zu perfekt mit und …irrende Frau!)…..Nie habe ich jemals,jemanden mehr geliebt. Ich weinte Hahrzehnte um ihn und immer,wenn ich weinte,hatte ich das Gefuehl,er wuerde auch,um mich weinen,was er auch tat. – Wir beide sind nie gluecklich geworden und haben nie einen tatsaechlich passenden Partner gefunden….Wir sind uns wieder etwas naeher gekommen. Ich fand ihn schliesslich,durch die Hilfe eines Bekannten,der mir sagte,dass er nun in Bayern lebte und arbeitete,im Internet wieder. Wir kommunizieren wieder miteinander,was mir absolut guttut. Ausserdem bin ich viel gluecklicher und konnte Abhaengigkeiten unterbrechen,viel mir ploetzlich nicht mehr schwer. Ich denke gar nicht daran,einen Menschen,den ich so sehr liebe aufzugeben. Er ist,seit diesen 25 Jahren,die ins Land gezogen sind,immernoch Single. – Nach was hoert es sich denn an? Wieso sollen wir uns laenger noch die Seelen aus den Leibern reissen? – Da steckt ein Sinn dahinter. Dualseelen sind Menschen,die wir aus anderen Leben kennen. Wir haben einen gemeinsamem Weg. Wir sollen nicht leiden,lernen sollen wir. Menschen,die solch ein wunderbares Geschenk ausschlagen oder absichtlich gegen ihre Gefuehle kaempfen,werden seelisch krank und unterkuehlt sein. – Bitte,denkt mal darueber nach. – Uebrigens,ich wuerde mich nicht als Esoterikerin bezeichnen. Ich lerne nicht durch das Gelesene,sondern erlebe alles selbst,was ich schreibe. Relgionen und esoterisches Wissen,weiss ich von echten Erfahrungen zu unterscheiden…. Vielen Dank,fuer’s Zuhoeren Lili.

  2. Lara
    Lara
    7. Juni 2012 at 20:40 | | Antworten

    Was mir geholfen hat, meinen inneren Frieden wieder zu finden, ist das Vertrauen und der Glaube, daß alles genau richtig ist, so wie es geschieht und die Zeit kommen wird, zu der mein Seelenzwilling und ich die nötige geistige Reife erlangt haben werden, um mit den Gefühlen umgehen zu können und ohne Angst miteinander glücklich zu sein.
    Lest Joseph Murphy, „Die Macht des Unterbewußtseins“… Er hat mir geholfen, den Glauben an mich selbst zu festigen und alle Ängste und negativen Gedanken von mir genommen.
    Glaubt fest daran: Eure Zeit wird kommen! Und bis dahin: arbeitet an Euch selbst. Fühlt das göttliche in Euch! Diese Begegnungen sind ein Geschenk Gottes, wie schmerzlich sie auch ablaufen mögen. Alles im Leben hat einen Sinn.

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